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Herzlich Willkommen auf dem Oster-Inselchen

Poesie, Fotos und mehr zu Ostern


 

..:~~ Ostermärchen und andere schöne österliche Beiträge~~:..

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(c) Edeltrud Wisser



Ostern mit Nepomuck

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Die Sonne hat den Kampf um das Wetter gewonnen. Gerade noch rechtzeitig, denn Ostern steht vor der Tür.
Nepomuck ist am aufgeregtesten von uns allen. Er kennt nur Ostara, das Frühlings- und Fruchtbarkeitsfest am 21. März, an dem Blumenkränze geflochten und im Haus aufgehängt und hartgekochte Eier rot gefärbt werden. Wir feiern beide Feste, vor allem Großmutter legt großen Wert auf die alten Traditionen.
Nun aber feiern wir das modernere Osterfest mit vielen bunten Eiern, richtigen und auch welchen aus Schokolade, die wie Mäxchen und Lily behaupten, der Osterhase im Garten versteckt. Nepomuck hört den Erzählungen über
den Osterhasen mit glühenden Ohren zu. Er stellt viele Fragen, die ihm keiner beantworten kann: „Hat der Osterhase auch eine Werkstatt?"

Wo ist die? Helfen ihm die Kobolde beim Bemalen der Eier?
Ich habe dem Weihnachtsmann in seiner Werkstatt geholfen!
Vielleicht soll ich dem Osterhasen auch helfen.“

Wir wissen nicht, wo die Werkstatt ist. Außerdem erzähle ich Nepomuck, dass ich letztes Jahr beobachtet habe, wie Vater die Eier im Garten versteckt hat. „Nun, sicher weil
der Osterhase das nicht alles allein geschafft hat“, erklärt mir der kleine Kobold. Den Glauben an so eine schöne Sache wie den Osterhasen will Nepomuck sich nicht gleich wieder nehmen lassen. Und auch die Zwillinge behaupten, den Osterhasen schon gesehen zu haben. Nepomuck verschwindet jetzt immer öfter und kehrt erst zum Abendbrot
zurück. Vielleicht sucht er den Osterhasen und seine Werkstatt.
Vielleicht lockt ihn aber auch nur die laue Frühlingsluft in die Wälder. Schließlich ist er ja ein Wald- und Wiesenkobold und kein Hauself, oder? In der Woche vor Ostern bläst Vater Eier aus, und ich darf sie mit Oma und Mama vorsichtig bemalen. Max und Lily dürfen nur hartgekochte Eier bemalen, sie sind zu tollpatschig. Max hat schon ein ausgeblasenes Ei in seiner fetten Hand zerdrückt.
Nepomuck kommt und malt wahre Kunstgemälde auf die aus- geblasenen Eier. Er hat sich aus dünnen Pinselhaaren und einem Zahnstocher einen eigenen kleinen Pinsel gebastelt.
Wir schmücken das Haus mit frischen Blumensträußen und
grünen Girlanden und sind pünktlich fertig. Ostern kann
kommen. Am nächsten Morgen weckt Nepomuck uns in aller Früh. Er legt den Finger an die Lippen und bedeutet uns ruhig zu sein. Dann winkt er uns zum Küchenfenster.
Ich spähe vorsichtig hinaus in den Garten und sehe gerade
noch etwas mit langen braunen Ohren hinter dem Zaun
verschwinden. Im Gras steht ein kleiner Korb mit bunten
Eiern. Nun gibt es für uns kein Halten mehr.
Wir stürmen den Garten und finden zwischen Tulpen, Narzissen und gelben Glockenblumen Eier in allen Farben. Auch Schokoeier und Schokohasen sind dort versteckt. Nepomuck sammelt fleißig die kleinsten Eier ein. Selbst die sind so schwer für ihn, dass er sie einzeln durchs Gras zum Korb rollen muss. Aber er ist glücklich und zufrieden.

Fröhlich summt er vor sich hin und ich denke, an dieses schöne Osterfest werde ich mich noch lange erinnern.

©Christine Erdiç

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Das Osterhasenmärchen




Es gab in einem großen tiefen dunklen Wald eine Osterhasenschule. Alle kleinen Häschen besuchten sie jeden Tag und lernten Ostereier zu bemalen. Es gab in dieser Schule viele kleine Tische, auf denen die Eier in einer Halterung standen, damit sie nicht umgestoßen werden konnten, denn zwischendurch tobten die Häschen wild umher. Nur eines nicht, das saß ganz in der Ecke auf einer Kiste und schaute nur Tag für Tag dem ganzen Treiben zu. Niemand wurde gezwungen ein Osterhase zu werden, denn das war eine Regel der Osterhasenschule. Dieses kleine zuschauende Hasenkind spitzte die Ohren nach allen Seiten um irgendwie zu erfahren, woher denn die immer neuen Eier kämen. Manchmal rief es quer durch den Raum: „Hallo Freunde, kann mir mal einer sagen, wo täglich die Eier herkommen?“
Dann wieder zupfte es jeden Einzelnen am Fell und fragte mit schriller Stimme: „Wann hast du dieses Ei gelegt und wo?“
Dem Osterhasenoberlehrer war das nicht recht und er schlich sichtlich nervös durch Reihen und Bänke, in der Hoffnung, dass das kleine fragende Häschen bald verstummen möge. Jedes Mal, wenn es wieder Fragen stellte, taten alle sehr beschäftigt, tauchten große und kleine Pinsel in bunte Farbentöpfe, drehten die Eier hin und her, konzentrierten sich einfach nur auf das Anmalen.
„Warum malst du nicht mit?“, fragte eines Morgens ein neuer Hasenlehrer den in der Ecke sitzenden kleinen Hasen, der wie immer seine Ohren spitze, um doch noch irgendwie auf das „Geheimnis“ der Osterhasen zu kommen.
Von seinen Eltern erfuhr es stets, dass Hasen keine Eier legen können, sonder ganz ganz niedliche winzige klitzekleine Häschen bekämen. Daher wurde seine Neugierde immer größer und es dachte Tag und Nacht darüber nach, wie es dem Geheimnis auf die Spur kommen könnte. Eines Tages hatte es eine Idee.
Es hatte bemerkt, dass alle zur gleichen Nachmittagszeit nach Hause gehen mussten und durften auch niemals zurückkommen, falls sie etwas vergessen hatten. So wollte es die Schulleitung. Jeden Tag schrieb ein anderer kleiner lernender Osterhase die Regeln mit bunter Hasenkreide an eine Tafel, die gegenüber der Tür hing.
Als das neugierige Häschen mal fragte: „Warum müssen wir denn so pünktlich gehen und dürfen nicht noch ein wenig bleiben oder zurückkommen?“, fasste der neue Hasenlehrer ihn bei den Oh-ren, hob ihn hoch und schwang ihn durch die Lüfte hin und her.
„So ergeht es jedem von euch, der unnötige Fragen stellt, denn Osterhasen legen seit vielen Jahrhunder-ten Eier und damit basta!“ Ängstlich und erschrocken hoppelten die gehorsamen Hasen schnell nach Hause.
Nur das neugierige Häschen nicht, denn es versteckte sich heimlich still und leise in die Kiste in der Ecke, auf der es immer saß und nachdachte. Es war bereits finster geworden, als knarrend die Tür aufging und ein alter Hase mit einer Kiepe auf dem Rücken in den Raum trat. Er stellte den Korb auf den Fußboden und packte vorsichtig die schönen bunten Eier in die Kiepe, setzte sich anschließend in die Hocke, schnallte sich alles auf den Rücken und machte sich schnaufend davon. Was das neugierige Häschen da zu sehen bekam, war so beeindruckend und spannend, dass es sich ebenfalls aus der Tür schlich und dem alten Osterhasen nachhoppelte, aber leise und unbemerkt.
Lange schlichen sie so durch den dunklen Wald bis hin zu einer Lichtung. In der Nähe stand ein altes Bauernhaus mit einem angrenzenden Hühnerstall, in den der schwer schleppende Hase verschwand. Vorsichtig schloss er die morsche Tür und stieg einige Stufen die Hühnerleiter hinauf. Von großer Neugierde geplagt stellte sich das Häschen draußen hoch auf die Hinterbeine und schaute durch eine geöffnete Luke. Was es da sah, konnte es kaum fassen. Seine sonst gespitzten Ohren klappten vor Schreck nach unten und seine langgestreckten Hinterbeine fingen an zu zittern. Es sah die friedlich schlafenden Hühner, die von weißen Eiern umgeben waren und sah aber auch, wie der alte Hase diese Eier mit seinen mitgebrachten bunten Ostereiern vertauschte.
„Also das ist das besagte, ewige Osterhasengeheimnis“, dachte das kleine Häschen und stellte sich hinter einen dicken Holzbalken, um vom alten Osterhasen nicht gesehen zu werden, wenn er den Hühnerstall verlässt.
„Ich hab's wieder geschafft“, hörte es den Alten murmeln, der wieder mit der neuen weißen Eierlast im dunklen Wald verschwand.
Da das neugierige Häschen nun aber noch nicht wusste, was mit den bunten Eiern geschah, blieb es bis zum Morgen in seinem Versteck. Eine gekrümmte alte Frau kam schlurfend auf den Hühnerstall zu, öffnete die Tür und holte freude- strahlend die buntbemalten Eier aus den Nestern. „Welch eine Freude für die vielen Kinder in unserem Land!“ rief sie laut in die Morgenlüfte, denn hören konnte sie keiner weit und breit. Das nächste Haus war weit entfernt.
Das ist nun das „Osterhasengeheimnis“. Wie immer ging das neugierige Häschen in die Osterhasenschule und saß diesmal wissend und gelassen auf der gewohnten Kiste in der Ecke. Es lächelte still schmunzelnd vor sich hin und sang ein selbstgedichtetes Hasenlied.

„Ich bin ein schlauer Hase und gebe keine Ruh', denn Hasen legen nicht Eier vor Ostern immerzu. Oho, aha, ihi – ich bin ein schlauer Hase!“ Dieses wiederholte er oft und gerne, bis der Oberhasenlehrer, der das schon draußen hören konnte, ihm erneut die Ohren lang zog und ihm das Lied einfürallemal verbot. Beschämt aber nicht traurig setzte es sich still in seine Ecke. All seine Hasenfreunde fingen auch an, ihm das Singen zu verbieten, denn sie
wollten gute Osterhasen werden und mussten daher viel lernen.
Eines Morgens stellte sich das neugierige Häschen auf die Kiste und sagte mit fester Stimme: „Seit ich das Geheimnis der Osterhasen kenne, hält mich nichts mehr in dieser Osterhasenschule. Ich will kein Osterhase mehr werden, denn ich suche mir lieber eine Hasenfrau, und die legt mir klitzekleine süße Hasenkinder ins Nest. Ich gehe jetzt und komme auch nie mehr zurück!“
Erstaunt schauten die übrigen Hasen und der Oberhasen-lehrer dem davonhüpfenden Häschen hinterher, das nie wieder kam. Mit ihm verschwand auch das Osterhasen-geheimnis. Weil alle anderen Osterhasen es nie erfahren konnten, verbreitete sich dieses Märchen vom „eierlegenden Osterhasen“ über die ganze Erde.
Zuhause erzählte das nun wissende Häschen alles aus- führlich seinen Eltern. Sie nahmen es in den Arm, drückten und küssten den Kleinen so heftig, dass er ganz verzottelt aussah und bestätigten ihm erneut, dass Hasen keine Eier legen können, sondern nur die Hühner. „Aber warum gibt es denn dieses Osterhasenmärchen?“, fragte es ganz leise und sah hinauf zu seinen Eltern.
“Warum,“ erwiderte der Vater „weil die kleinen Menschenkinder gerne Märchen hören und die Erwachsenen sie gerne erzählen.“

© Heidrun Gemähling

Homepage von Heidrun Gemähling:
http://www.lyrik-kriegundleben.de/

Wie Hoppel Schokoladeneier legte

Trällernd vor Freude sprang Hoppel durch den Wald. Immer wieder sang er vor sich hin
Ich kann den Frühling spüren,
der Frühling ist schon da
wir färben heute Eier
das ist so wunderbar
das erste Mal sollte auch er heute Abend im Hasenland beim großen Ostereierfärben dabei sein. Das war für alle Hasen in jedem Jahr ein ganz besonderer Tag. Schon sah er seine Freunde von weitem, das spornte ihn an noch etwas schneller sein Ziel zu erreichen, ein paar Sprünge und er war am Ziel. „Wo nimmst du nur deine gute Laune her?“ wunderte sich Vater Lampe. „Ich darf heute Abend das erste mal Eier bemalen“ erinnerte Hoppel, schon längst nicht mehr so fröhlich, aus Furcht Vater Lampe könnte es sich noch einmal anders überlegt haben. „Das wird ja nun nichts“ meinte der alte Hase, man sah ihm seine Traurigkeit an. „Warum nicht, in zwei Tagen ist doch Ostern?“ wagte Hoppe zu fragen. „Heute früh im morgengrauen als ich zur Henne Gack kam, erzählte sie mir, dass Bauer Krüger sie erwischt hatte, das ganze Nest voll gesammelter Eier beschlagnahmt und der Henne androhte, sie am Wochenende in den Suppentopf zu stecken.“ Traurig blickte Hoppel vor sich hin. „Das dürfen wir doch nicht zulassen! Wir müssen Gack retten!“ kam sein Vorschlag. „Wie willst du denn das machen?“ mischte sich jetzt Langohr in die Unterhaltung. „Vater Lampe muss morgen früh noch einmal zu der Henne gehen und sie mit ins Hasenland bringen, dann lebt sie bei uns“ antwortete Hoppel. Mehr Sorgen machte er sich noch um das verlorene Osterfest. ‚Was würde werden, wenn die Kinder am Ostermorgen durch Wald, Flur und Gärten streiften und nicht ein Osterei finden würden, das ist richtig schlimm’ dachte er bei sich. Die Stimmung im Hasenlande war auf dem Tiefpunkt. Am Abend schlich sich Hoppel auf die Waldlichtung, er wollte auf den Mond warten, der jedes Jahr in dieser Nacht ins Hasenland hinunter schaute. Das allerschönste Ei wählte er dann aus, versah es mit einem Mondstrahl, und verwandelte es in ein Zauberei. Das war eine ganz besondere Auszeichnung. Lange musste Hoppel in dieser Nacht warten, immer trauriger wurde er, denn die Wolken zogen so dicht an dicht am Himmel, dass der gute alte Mond nicht hindurch schauen konnte. Endlich, dort… eine kleine Wolkenlücke und schon sah Vater Mond auf die Erde. Gleich entdeckte er das so traurig da sitzende Häschen. „Was machst du denn hier? Solltest du nicht deinen Freunden beim Eier färben helfen?“ „Gerade deshalb bin ich ja hier her gekommen und warten seit Stunden auf dich!“ gab Hoppel zur Antwort. „Was ist geschehen, kann ich euch helfen?“ der Mond wurde neugierig. „Du hast doch die Kraft jedes Jahr ein Ei mit deinem Mondstrahl in ein Zauberei zu verwandeln. In diesem Jahr haben wir keine Eier. Nun erzählte Hoppel dem Mond was geschehen war. Nun bist du unsere einzige Hoffnung, wenn dir nichts einfällt, gibt es in diesem Jahr zum Osterfest keine Eier.“ Eine Weile überlegte der alte Mond dann sprach er „ich habe eine Idee. Du schließt jetzt die Augen und ich lasse meinen Zauberstrahl auf dich fallen.“ Hoppel war sofort bewusst, dass er nun von Vater Mond zu etwas ganz besonderem auserwählt wurde. Ganz stille saß er auf der Waldwiese mit geschlossenen Augen. Ein frösteln lief über ihn wie ein Gänsehaut. Schon sprach der alte Mond ihn an „du bist nun ausersehen das Osterfest zu retten, mit meinem Zauberstrahl habe ich es möglich gemacht, dass du ab sofort Schokoladeneier legen kannst. Geh schnell zu deinen Freunden und strenge dich an beim Eier legen, dann ist das Osterfest gerettet. Was meist du wie die Kinder staunen werden, wenn sie anstatt farbiger Eier in diesem Jahr Schokoladeneier in ihren Nestern finden.“ „Danke, lieber Mond“ rief Hoppel noch als er schon in großen Sprüngen dem Hasenland zu eilte. Voll Freude teilte er Vater Lampe die gute Nachricht mit und machte sich gleich ans Werk. Bald füllte sich Korb um Korb. Kleine und größere Eier legte der fleißige Hoppel. Großes Staunen herrschte im Hasenland. Als am Ostermorgen alle Eier versteckt waren, beobachteten die Häschen aus sicherer Entfernung die suchenden Kinder. Das war ein Jubel wo sie auch hinsahen, alle waren über diese besonderen Ostereier erfreut. Noch lange dankten sie Vater Mond für diese rettende Idee.
© ChT

von Christina:

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http://gedichtejahr.beepworld.de/





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