Entdeckung der Karibik: La Navidad
In 1492 Columbus sailed the ocean blue: Als Christoph Kolumbus nach langer, langer Fahrt über das weite Meer endlich Land erblickte, da entdeckte er Amerika. So haben wir es in der Schule gelernt, damit wir uns merken können, wann die neue Welt entdeckt wurde. Der Name Amerika ist aber erst viel viel später erschaffen worden.

Wir verdanken die Entdeckung der Neuen Welt und ihre Namensgebung einem großen Irrtum. Christoph Kolumbus wollte nämlich eigentlich nach Indien. Aber wo landete er genau? Er landete nicht in Amerika, nicht in New York, nicht in Florida, sondern auf einer Karibischen Insel. "Hurra, Indien!", dachte er, und als er die ersten Einheimischen traf, da nannte er sie logischerweise "Indianer."

Nach seiner 36 Tage dauernden Reise betrat er am 12. Oktober 1492 ein Inselchen, das heute zu den berühmten Bahamas gehört. Er segelte gleich noch ein bißchen in der Karibik herum, um zu sehen, was es sonst noch zu entdecken gab. Er besuchte kurz mal Kuba und am Nikolaustag, dem 06.12.1492, war er der erste Europäer hier. Die entdeckte Insel nannte er "Hispaniola", auf Deutsch: "Klein-Spanien". So heißt die Insel noch heute und auf ihr sind die zwei Staaten Haiti und die Dominikanische Republik. Später entdeckte er dann auch die Nachbarinseln. Die ganze Inselgruppe nannte er konsequenterweise schließlich "West-Indien". Die falschen Namen werden noch heute verwendet.

Auf Hispaniola schien es Kolumbus am besten gefallen zu haben, denn hier blieb er länger und gründete die erste Siedlung. Weil Nikolaustag war, deshalb nannte er den Ort "La Navidad", auf deutsch: "Weihnachten". In sein Bordbuch hat der Entdecker wörtlich geschrieben: "Das Land ist in jeder Hinsicht unbeschreiblich gut."