Einige Bräuche

Weihnachten, die Geburt Jesu wird in vielen Ländern unterschiedlich gefeiert. Hauptsächlich bezieht sich diese HP ja auf Inseln, aber auch auf Reisen, ich erwähne hier einige Bräuche, die in Urlaubsgebieten und Inseln anzutreffen sind, sicherlich gibt es auch Vermischungen.

In Spanien ist Weihnachten das allerwichtigste Fest, es ist eine zwölf Tage andauernde fröhliche Fiesta mit Musik, Tanz und Umzügen und dauert vom 25.12. bis zum 6.1. . Schon einige Tage vor dem Fest laufen Kinder singend und musizierend von Haus zu Haus und bekommen zur Belohnung Süßigkeiten. Am Heiligabend wird nach dem großen Festessen die Urne des Schicksals mitten auf den Tisch gestellt, die mit vielen kleinen Geschenken, allerdings auch mit Nieten gefüllt ist, doch es darf jeder so lange ziehen, bis er ein Geschenk ergattert hat. Einen Weihnachtsmann gibt es nicht. Die Bescherung ist erst am Fest der Heiligen Drei Könige, die ja auch dem Jesuskind Geschenke mitgebracht haben.

 

In England und Irland findet das Weihnachtsfest am 25. Dezember statt. Die Kinder hängen ihre Strümpfe am Vorabend in den Kamin, damit Santa Claus seine Geschenke durch den Schornstein werfen kann. Er ist ein lustiger alter Mann mit roten Bäckchen, schneeweißem Bart und einer langen Tonpfeife. Er trägt eine Zipfelmütze, die oft mit Glöckchen verziert ist. In Irland stellt man am Weihnachtsabend Kerzen in die Fenster zur Straßenseite hin. Dieser alte Brauch gilt als Einladung an diejenigen, die wie Maria und Josef zur Weihnachtszeit hungrig und frierend durch das Land ziehen.

  

In Italien bringt die Dreikönigshexe Befana die Geschenke. Der Legende nach ist diese Hexe ein wenig schusselig. Sie hat zwar in der Heiligen Nacht von den Hirten die frohe Botschaft über die Geburt Christi vernommen, doch da sie zu spät aufgebrochen war, verpasste sie den Stern, der sie zur Krippe führen sollte und daher ist sie immer noch auf der Suche nach dem kleinen Jesus. Sie bringt in jedes Haus Geschenke durch den Schornstein, weshalb sie ganz russig ist und sie hofft, irgendwo das Christkind zu finden. Die Kinder hängen ihre Strümpfe in den Kamin oder stellen ihre Schuhe davor. Die guten Kinder bekommen Geschenke, die, die nicht so artig waren, nur Asche und Kohle. Oha.

In Frankreich bringt Père Noël am 25.12. die lang ersehnten Geschenke in der Nacht. Die Kinder stellen ihre geputzten Schuhe vor den Kamin oder vor die Haustür. Am nächsten Morgen sind diese gefüllt mit Süßigkeiten und vielen kleinen Geschenken.

Im Elsass ist der klassische Weihnachtsmann weniger bekannt, dort kommt das Christkind, eine weiß gekleidete, junge Frau, die auf dem Kopf eine wunderschöne Krone trägt. Sie kommt in Begleitung des gefürchteten rohen Hans Trapp, der ein rußig schwarzes Gesicht hat und in viele Felle gehüllt ist und den weniger braven Kindern mit seiner Rute droht. Aber das friedvolle Christkind gibt auch diesen eine Chance, beschützt auch diese und beschenkt alle Kinder.

In den Niederlanden bringt Sinterklaas die Geschenke bereits am 6.12. Am Tag davor fährt er mit dem Zwarte Piet, dem Schwarzen Peter, in den Hafen von Amsterdam ein, wo er mit einem großen Fest begrüßt wird. In der Nacht ziehen die beiden gemeinsam über die Dächer von Holland und lassen die Geschenke in die Kamine plumpsen.

und Elfie, Klaus und Manni